Interview mit Vanessa Piontek

Veröffentlicht von wohnzimmerslam am

Vanessa Piontek beim Wohnzimmerslam #64

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Vanessa Piontek ist eine junge Slammerin aus Bottrop. Dort ist sie auch zum ersten Mal bei einem Poetry Slam aufgetreten. Mittlerweile hat sie schon einige Bühnen im Ruhrgebiet mit gut überlegten und einfühlsamen Worten bereichert, wobei sie oft über Themen aus ihrem eigenen Leben schreibt. Im Jahr 2019 stand sie im Jahresfinale der Weststadtstory, dem größten regelmäßig stattfindenden Essener Poetry Slam.

Erzähl doch mal von deinem ersten Slam!

Der war in Bottrop beim New Generation Slam im Filmforum. Die beiden Tage vorher hat Yannick Steinkellner einen Poetry Slam-Workshop gegeben. Ich war mir bis zum Ende nicht sicher, ob ich mich überhaupt auf die Bühne trauen würde und war den ganzen Tag so aufgeregt, dass ich nichts essen konnte. Die beiden Male, die ich dann an dem Abend auf der Bühne stand, waren aber so gut, dass ich danach direkt geschaut habe, wann und wo der nächste New Generation Slam stattfindet.

Wie lange brauchst du, bis eine Idee zu einem fertigen Text wird?

Das ist ganz unterschiedlich. Mal schreibe ich einen Text innerhalb von ein paar Stunden und andere Texte haben schon Wochen gebraucht, bis sie fertig waren.

Unter welchen Gegebenheiten fühlst du dich am kreativsten?

Das wüsste ich auch gerne. Manchmal ist die Kreativität da, manchmal nicht. Bis jetzt hat meine Kreativität noch kein Muster gezeigt. Aber wenn es ums Schreiben geht, dann ist es immer einfacher, wenn nicht zu viel anderes im Kopf rumschwirrt, wobei starke Emotionen dann doch hilfreich sein können.

Nun ein paar „persönlichere“ Fragen:

Was war bisher dein unangenehmster Bühnenunfall?

Da muss ich nicht mal eine Sekunde drüber nachdenken: Als ich im KJT in Dortmund beim New Generation Slam von der Bühne gehen wollte, bin ich über eine circa zwei Zentimeter hohe Metallstange gestolpert, die auf dem Boden lag. Ich habe mich vor dem ganzen Publikum einmal langgelegt und musste so krass komisch lachen, dass niemand wusste, ob ich jetzt lache oder weine. Super unangenehm in dem Moment, aber im Nachhinein einfach super funny.

Gibt es Personen, die niemals einen deiner Texte hören oder lesen sollten?

Meine Familie und manche Freunde.
Insgesamt einfach Personen, bei denen ich weiß, dass ich nicht direkt den Kontakt abbrechen könnte, wenn irgendwas ganz schlimm schief geht.

Vor dir haben wir Jay interviewt. Folgende Frage hat er uns für die nächste Person, die interviewt wird (in dem Fall du), vorgeschlagen: Wenn du eine Pizza wärest, welchen Belag hättest du?

Tomatensauce mit Kräutern, übertrieben viel Mais und veganer Käse.

Zum Abschluss:

Lieber mit Sunrise Avenue touren oder selbst auf Slam-Tour durch den gesamten deutschsprachigen Raum gehen?

Das ist easy: mit Sunrise Avenue touren. Mein inneres Fangirl hat hier ganz eindeutig gewonnen. Ich würde alles dafür geben, Sunrise Avenue nochmal live zu sehen.

Was würdest du der Person, die nach dir interviewt wird, für eine Frage stellen (wir verraten nicht, wer das ist)?

In welche fiktive Welt würdest du reisen, wenn du genau jetzt die Möglichkeit dazu hättest?

Was ist dein Lieblingsgegenstand in deinem Wohnzimmer?

Der Teil des Bücherregals, den meine Mutter hinter einer Schranktür versteckt, weil er quasi überquillt und „unordentlich“ aussieht. Darin stehen die besten Bücher.

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